Heute fand am Bahnhofsvorplatz unsere 142. Mahnwache statt. Im Mittelpunkt standen die inhaftierten kritischen Journalistinnen und Journalisten sowie politischen Gefangenen. Unser Vorstandsmitglied Hamide Akbayır informierte über die große Zahl inhaftierter Medienschaffender und Kulturschaffender in der Türkei. Sie forderte deren unverzügliche Freilassung und machte zugleich auf die prekäre Situation politischer Gefangener im Iran aufmerksam.
Ein besonders bewegender Beitrag kam von Dr. Antonius Michelmann, dem Bruder der deutschen Journalistin Eva Maria Michelmann aus Köln. In seiner Rede schilderte er das Schicksal seiner Schwester: „Meine mutige Schwester Eva berichtete über das kurdische Selbstverwaltungsgebiet und wurde am 18. Januar 2026 von islamistischen syrischen Regierungskräften unter Präsident Al Colani verhaftet. Seit diesem Tag fehlt von ihr jede Spur. Eva war stets eine engagierte Journalistin mit einem großen Herzen. Sie setzte sich unermüdlich für Menschen ein, die Unterstützung benötigten – sei es in der Sozialberatung, in der Begleitung von Arbeitslosen oder im aktiven Engagement für die Flüchtlingssolidarität hier in Köln.“
Während der Mahnwache wurden Fotos der inhaftierten politischen Gefangenen gezeigt, um an ihr Schicksal zu erinnern und ihre Freilassung zu fordern.
Die Mahnwache setzte ein deutliches Zeichen für Pressefreiheit, Menschenrechte und internationale Solidarität.







