Das 3. Kurdische Filmfestival in Düsseldorf ist am vergangenen Wochenende erfolgreich zu Ende gegangen und setzte ein starkes Zeichen für kulturellen Austausch und politische Auseinandersetzung. Bereits zur Eröffnung im UFA-Palast Düsseldorf kamen rund 300 Gäste zusammen.
Insgesamt wurden 29 Filme gezeigt, darunter drei Langfilme, neun Dokumentationen und 17 Kurzfilme. Die Beiträge stammten aus verschiedenen Teilen Kurdistans – Rojava, Bakur, Rojhilat und Başûr – sowie aus der internationalen Diaspora. Inhaltlich rückten sie gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen in den Fokus und beleuchteten Erfahrungen von Widerstand, Verlust und Identität.
Eröffnet wurde das Festival mit dem Film „Heval Brako“ von Numan Yiğit und Önder Çakar. Das Werk basiert auf den Aufzeichnungen des kurdischen Journalisten Nazım Daştan, der Ende 2024 bei einem Drohnenangriff in Rojava getötet wurde. Die Filmvorführungen wurden am Wochenende auch im Metropol Kino Düsseldorf fortgesetzt.
Unter dem Motto „Einheit und Widerstand“ machte das Festival auf aktuelle Entwicklungen in Kurdistan aufmerksam und betonte die Rolle von Kunst und Kino in politisch geprägten Zeiten. Zu den Gästen zählten unter anderem Berivan Aymaz, Max Lucks und Gönül Eğlence.
Veranstaltet wurde das Festival vom Si Filmkollektiv e.V.. Unterstützt wurde es unter anderem von Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Mosaik e.V., Art Records, Rote Hilfe sowie weiteren Unternehmen und Initiativen.
Auch euer Verein war aktiv in das Festival eingebunden: Bei der Eröffnung nahmen die Vorstandsmitglieder Hamide Akbayir, Cem Tasar, Pinar Sahbaz und Said Boluri sowie weitere Mitglieder teil. Darüber hinaus setzten eure Vereinsmitglieder – darunter auch Pinar Sahbaz und Said Boluri – gemeinsam mit dem Festivalteam ein Solidaritätszeichen für den Widerstand von Prosfygika.
Bei der abschließenden Preisverleihung wurden insbesondere Kurzfilme ausgezeichnet. Zu den prämierten Werken gehörten „Sitav“ von Dilan Toftik (Bakur), „Triangle“ von Zhino Hadi Hasan (Başûr) sowie „Giso and Darya“ (Rojhilat). In der Kategorie Rojava wurde die Filmkommune Rojava geehrt, die zusätzlich eine Sonderauszeichnung erhielt. Weitere Preise gingen unter anderem an „All the Mountains Give“, „Hemo“, „Sibe Dereng e“ und „Threads of a Revolution“.
Das Festival verstand sich nicht nur als kulturelle Veranstaltung, sondern auch als Raum für Austausch, Sichtbarkeit und kollektive Erinnerung – und unterstrich damit die Bedeutung von Filmkunst als Ausdruck politischer und gesellschaftlicher Realitäten.



















