Auf der 144. Mahnwache der Solidarität haben wir am 6. Mai auf die Situation politischer Gefangener im Iran sowie auf die Inhaftierung der Kölner Journalistin Eva-Maria Michelmann und von Ahmed Polad in Syrien aufmerksam gemacht. Zahlreiche Besucher:innen versammelten sich, um ein Zeichen gegen Repression, Unterdrückung und das Verschwindenlassen von Menschen zu setzen.
Die Mahnwache wurde von Neda Paiabandi und Shoan Vaisi moderiert. Mit Redebeiträgen von Mina Ahadi, Rada Fatehi, Rizan Nuri – der Tante von Rubina Aminian, die im Dezember während der Proteste im Iran ihr Leben verlor – sowie Dr. Antonius Michelmann, Bruder von Eva-Maria Michelmann und Vertreter der Initiative „Where is Eva and Ahmed“, wurden die politischen Hintergründe und persönlichen Schicksale eindrücklich geschildert.
Im Mittelpunkt der Mahnwache standen die Schicksale der politischen Gefangenen:
Diana Taherabadi, Farhad Jandghian, Narges Mohammadi, Iman Sadeghi, Nasrin Sotoudeh, Parsa Hemati, Sagher Gholami, Shahab Zahedi und Shyan Hadian.
Neda Paiabandi machte in ihrer Rede deutlich:
„Wenn wir heute über den Iran sprechen, dann sprechen wir nicht über Einzelfälle, sondern über ein System systematischer Repression.“
Auch Shoan Vaisi betonte die Bedeutung öffentlicher Aufmerksamkeit:
„Öffentlichkeit ist so entscheidend. Denn ohne Öffentlichkeit bleiben diese Menschen unsichtbar. Und ohne Sichtbarkeit gibt es keinen Schutz.“
Dr. Antonius Michelmann berichtete über die Situation seiner Schwester Eva-Maria Michelmann und Ahmed Polad:
„Erst unter öffentlichem Druck hat das Regime in Syrien zugegeben, dass Eva und Ahmed in Haft sind. Die deutsche Botschaft konnte sie bislang nur einmal besuchen. Jetzt muss die Bundesregierung alles daransetzen, ihre Freilassung zu erreichen.“
Die Mahnwache setzte ein klares Zeichen der Solidarität mit allen politischen Gefangenen und erinnerte daran, wie wichtig internationale Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Druck für den Schutz von Menschenrechten sind.













