Unsere Postkarten-Aktion lebt von Haltung, Mut und gelebter Solidarität. Sie bringt Menschen aus Politik, Kultur, Zivilgesellschaft und Kommunen zusammen, die eines eint: das klare Eintreten für Menschenrechte, Freiheit und die Würde politischer Gefangener.
Wir freuen uns sehr über die Teilnahme des Kölner Abgeordneten und Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Medien Sven Lehmann sowie des langjährigen Kölner Bürgermeisters Andreas Wolter. Andreas Wolter ist seit vielen Jahren für seine Unterstützung und seine Solidarität bekannt, insbesondere mit inhaftierten Bürgermeisterinnen und Kommunalpolitikerinnen. Ihr Engagement unterstreicht, wie wichtig Kultur-, Meinungs- und Kommunalfreiheit für eine demokratische Gesellschaft sind.
Die Kulturschaffenden Osman Kavala, Mine Özerden und Çiğdem Mater sowie die Rechtsanwälte Can Atalay und Tayfun Kahraman sitzen seit Jahren im sogenannten Gezi-Prozess im Gefängnis. Ihr Schicksal steht exemplarisch für die Kriminalisierung von kulturellem, zivilgesellschaftlichem und politischem Engagement. Gerade hier zeigt sich, wie unverzichtbar internationale Solidarität ist.
Mit unserer Postkarten-Aktion stellen wir uns an die Seite all jener, die für Kunstfreiheit, Meinungsfreiheit und Menschenrechte eintreten. Kultur ist kein Verbrechen.
Solidarität braucht Haltung – und Haltung braucht Mut.
Deshalb danken wir auch Armin Grau und Lamya Kaddor (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Clara Bünger und Vinzenz Glaser (MdB, Die Linke) und Felix von Grünberg (Rechtsanwalt, SPD) für ihre Teilnahme an unserer Aktion. Ihre Unterstützung macht deutlich: Der Einsatz für Menschenrechte und Freiheit endet nicht an nationalen Grenzen. Jede Postkarte ist mehr als eine Botschaft – sie ist ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen und für Solidarität mit politischen Gefangenen.
Ein besonders eindrückliches Beispiel politischer Verfolgung ist Mehmet Sıddık Akış. In der Türkei gibt es mehr politische Gefangene als in vielen anderen europäischen Ländern – viele von ihnen wurden inhaftiert, um sie zum Schweigen zu bringen. Akış wurde 2024 in Colemêrg (Hakkari) zum Ko-Bürgermeister gewählt. Schon während der Wahl war die Angst der kurdischen Bevölkerung vor Manipulation und Repression groß. Im Juni 2024 wurde er zu 19 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt, unter dem Vorwurf, eine „terroristische Organisation“ zu führen. Die demokratisch gewählten Vertreter:innen wurden durch eine Zwangsverwaltung ersetzt. Trotz Haft und Repression bleibt Mehmet Sıddık Akış standhaft:
„Ich habe von Frieden, Geschwisterlichkeit, Gleichheit und Freiheit gesprochen. Das sage ich immer noch, denn darum dreht sich mein gesamtes Leben.“
Mit unserer Postkarten-Aktion senden wir ein starkes Zeichen: Ihr seid nicht allein.
Wir stehen an der Seite aller politischen Gefangenen – für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte. ✊🕊️











